Laut Statistiken haben rund 600.000 ÖsterreicherInnen Diabetes. Die Dunkelziffer ist aber sehr hoch und tatsächlich dürften es sogar noch mehr sein. Denn viele Menschen sind bereits erkrankt, wissen es aber nicht. Oft wird die Krankheit erst sehr spät erkannt, nämlich dann, wenn die Symptome so stark werden, dass der Gang zum Arzt unumgänglich ist und erst dann Diabetes diagnostiziert wird.

Laut Lehrbuch, gibt es Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Kurz gesagt ist Typ 1 eine Autoimmunkrankheit. Dabei zerstört das Immunsystem jene Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Der Körper liefert daher plötzlich kein Insulin mehr und die Regulierung des Blutzuckerspiegel gerät außer Kontrolle. Rund 30.000 ÖsterreicherInnen leiden an Typ 1 Diabetes.

Der Rest ist an Diabetes Typ 2 erkrankt. Typ 2 ist eine Lebensstil-Erkrankung, die hauptsächlich durch Bewegungsmangel, zu fettes und zu süßes Essen hervorgerufen wird. Durch jahrelanges Überangebot an Fetten und Zucker im Blut, stumpfen jene Rezeptoren, die das Insulin in die Zellen transportieren, ab. Um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, muss die Bauchspeicheldrüse daher immer größere Mengen an Insulin produzieren, bis sie schließlich zusammenbricht.

Tragisches Fazit ist, dass in Österreich alle 50 Minuten ein Mensch an den Folgen von Diabetes stirbt. Das sind rund 10.000 Todesfälle jährlich. Der dauerhaft erhöhte Blutzucker schädigt Blutgefäße und Nervenbahnen. Es kommt zu Ablagerungen, die den Blutfluss stören und in weiterer Folge zu Gerinnsel führen. Diabetiker haben daher ein dreimal höheres Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. 200 ÖsterreicherInnen erblinden jedes Jahr, weil die Gefäße ihrer Augen angegriffen wurden.

Die Prognosen schauen ebenso schockierend aus. So gehen Experten davon aus, dass in Österreich im Jahr 2030 bereits 800.000 Diabetiker leben werden. Weltweit werden es sogar 629 Millionen sein.

Hier sind einige Tipps, die das Diabetes-Risiko deutlich reduzieren können:

  • Bewegung im Alltag ist enorm wichtig, wird aber gerne unterschätzt. Stiegen steigen, kurze Pausen im Büro, eine U-bahn Station früher aussteigen, das Auto weiter weg parken fordern Bewegung und Schritte im Alltag. 10.000 Schritte sind ein guter Richtwert.
  • Regelmäßiger Sport sorgt für bessere Insulin-Verwertung. Dabei sind die positive Auswirkungen von ständiger Abwechslung zu beachten: Krafttraining mit Eigenkörpergewicht, Cardio wie Laufen, Wandern, Radfahren, Spazierengehen und Yoga und andere Bewegungseinheiten wie Tanzen, Pilates oder ähnlichem sind sehr hilfreich.
  • Regionales und saisonales Essen mit dem Schwerpunkt auf selbst zubereitetes Essen, Gemüse und Vollkornprodukte erzielt in der Regel rasche Verbesserungen.
  • Fast Food, Fertigprodukte, Kantinenessen und leere Kalorien (Wurst, Semmeln, Torten etc) sollten vermieden werden.
  • Gewicht kontrollieren, bei Übergewicht rechtzeitig gegensteuern.

Mehr dazu könnt ihr gerne bei Verena unter verena@hipteens erfahren.